Zwieseler Hausberg - Hennenkobel

Der Volksmund über den Zwieseler Hausberg "Hennenkobel"

Als während des 30-jährigen Krieges eine Horde Schweden in Zwiesel einfiel, nahmen die Zwieseler Bürger ihre Habseligkeiten und Nahrungsmittel und flüchteten in die Waldwildnis zum Zwieseler Hausberg.

Da die schwedische Horde die Flucht bemerkte, wurden die Zwieseler Bürger verfolgt. Die Schweden kamen immer näher und näher, da ließen die Zwieseler ihre Hühner laufen. Die Schweden fingen das noch nicht gebrannte Federvieh ein, bereiteten ein Festmahl zu und verließen - ohne den Zwieselern ein Haar zu krümmen - den Ort des Geschehens.

Seit jener Zeit spricht man vom Hennenkobel.

Fazit: Den Schweden war ein gutes Essen wichtiger, als die Zwieseler Bürger in dem unwegsamen Gelände unterm Hennenkobel zu verfolgen.

Und natürlich sind uns nicht nur deshalb Gäste und Feinschmecker aus Schweden besonders willkommen.

Die abgegangene Hochsiedlung Althütte bei Zwiesel und der alte Quarzbruch

Der "alte Quarzbruch", der bis 1877 ein wichtiger Quarzlieferant für die damaligen Glashüttenstandorte Rabenstein, Schachtenbach und Althütte war, ist heute ein Naturschutzgebiet.

Die einstige Bergbausiedlung Althütte ist seit der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts abgegangen. Die Natur erobert sich erfolgreich das ehemalige Siedlungsgebiet zurück.

Althütte auf der Wanderkarte

Der in unmittelbarer Nähe liegende ehemalige Steinbruch mit einem unterirdischen Stollensee stellt einen bedeutsamen Pegmatit-Aufschluss dar, der viele Mineralien enthält.

Das Mineral Zwieselit hat seinen Namen von dieser Fundstelle. Weiterhin gibt es dort seltene Mineralien wie Triphylin.

Stollenzugang verboten - Fledermausschutz

Dennoch liefern die ehemaligen Abraum-Halden immer noch schöne Stücke.

Weitere Informationen bei:

Erlebnis mit einem Steineklopfer (Mineraliensucher) am Hennenkobel

Ein Gast - nennen wir ihn Toni Hämmerle - hatte sich mit seiner Gattin für 10 Tage bei uns einquartiert. Dass er ein großes Interesse an der Mineralogie hatte, war mir vor seiner Anreise nicht bekannt. Als er aber nach dem ersten Frühstück, mit Rucksack und Hämmerle bewaffnet, ohne seine Gattin vor mir stand, kamen wir zaghaft ins Gespräch. Aus den zaghaften Anfängen wurde eine angeregte Unterhaltung, die noch intensiver wurde, nachdem ich meine Unterlagen vom nahe gelegenen, aufgelassenen Quarzbruch erwähnt hatte.

Er war hoch erfreut über meine vorhandenes Material des ehemaligen Quarzbruches unweit unserer Wanderpension Heidi und den anderen Abbaugebiete und Fundstätten in und um Zwiesel. Sein Hauptaugenmerk hatte er aber auf den "Alten Quarzbruch" gerichtet, der bis 1877 ein wichtiger Quarzlieferant für die damaligen Glashüttenstandorte Rabenstein,  Althütte und Schachtenbach war.

Er ging nach dem Frühstück und kam meistens spätnachmittags völlig verstaubt und etwas geistesabwesend wieder zurück in unsere Wanderpension. Ein kühles Weißbier und seine Gattin brachten ihn wieder auf den Boden der Tatsachen.

Dies wiederholte sich in den 10 Tagen seiner Urlaubszeit sehr häufig, was seiner Frau (verständlicherweise) nicht so gut gefiel, da sie die Leidenschaft ihres Tonis nicht so ganz teilte.

Den Beiden hat es aber bei uns doch so gut gefallen, dass sie sich im darauf folgenden Jahr wieder für 10 Tage in unserer Pension Heidi einquartierten.

Da lag dann zur Begrüßung auf seinem Bettkasten eine Schutzbrille, da mir als ehemaligen Ausbildungsmeister der Augenschutz immer ein wichtiges Anliegen war. Ob er sie allerdings benutzte, entzieht sich meiner Kenntnis?

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